Geschichte_1944

Der Zweite Weltkrieg

Nach rund 15 Jahren Normalität bricht mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieg (1. September 1939) wieder der Ausnahmezustand aus.

1937
1942 Umstellung auf Ackerwirtschaft Abermals wird in der Schweiz die Versorgung der Bevölkerung mit Milchprodukten zentral gesteuert. So schliessen bereits am Tag des Kriegsausbruchs das eidgenössische Kriegsernährungsamt und der Zentralverband schweizerischer Milchproduzenten einen entsprechenden Vertrag ab. Dieser bewährt sich zwei Jahre lang, bevor die Umstellung von Vieh- auf Ackerwirtschaft forciert und in der Folge ab 1942 die Milch rationiert werden muss.
9_1944_Fernmilchlieferungen
1944 Milchregulierstelle Der ZMV erwirbt eine alte Sennhütte in Hasli-Emmen und baut diese 1945 zur Milchregulierstelle um.
10a_1944_Milchregulierstelle-Hasli-Emmen
1945 Versuchsbetrieb Die Käserei Neuhüsern wird in einen Versuchsbetrieb für Weich- und Halbweichkäse umgebaut.
11b_1945_Weichkaeserei-Emmen
1947 Marke Emmi Die Geburtsstunde der Marke Emmi! Ein Dessertkäse aus der Weichkäserei Emmen wird unter der Marke Emmi auf den Markt gebracht. Das Sortiment umfasst Tilsiter, Bel-Lago, Znünikäse und Münster.
12_1947_Weichkaese-Emmi
1948 Erstes Emmi Yoghurt Das erste Emmi-Yoghurt kommt in der Stadt und Region auf den Markt.
13_1948_Emmi-Yoghurt
1949
Geschichte_1948
Nachkriegszeit

Auf der Basis eines 1947 revidierten Wirtschaftsartikels regelt ab 1952 ein neues Landwirtschaftsgesetz die Schweizer Landwirtschaft. Die Bestimmungen im Milchsektor und deren Vollzug sind hart umkämpft, denn der Milchwirtschaft kommt eine grosse Bedeutung zu. So wird die gesamte Milchmarktordnung auf die Sicherung eines kostendeckenden Produzentenmilchpreises ausgerichtet. Aufgrund dieser hohen Bedeutung wird der Milchpreis durch den Bundesrat festgesetzt. Im Gegenzug sind die Milchbauern verpflichtet, ihre Milch an eine offizielle Milchsammelstelle oder Käserei abzuliefern. Um den Absatz der Milchprodukte kümmern sich die Butyra und die Käseunion. Erstere Organisation besitzt auch das Einfuhrmonopol und reguliert so den Butterpreis. Bereits damals braucht es einen Preisstützungsfonds, der die im Vergleich zum Schweizer Milchpreis zu tiefen Erträge auf den ausländischen Käsemärkten ausgleicht.

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