Geschichte_1948

Nachkriegszeit

Auf der Basis eines 1947 revidierten Wirtschaftsartikels regelt ab 1952 ein neues Landwirtschaftsgesetz die Schweizer Landwirtschaft. Die Bestimmungen im Milchsektor und deren Vollzug sind hart umkämpft, denn der Milchwirtschaft kommt eine grosse Bedeutung zu. So wird die gesamte Milchmarktordnung auf die Sicherung eines kostendeckenden Produzentenmilchpreises ausgerichtet. Aufgrund dieser hohen Bedeutung wird der Milchpreis durch den Bundesrat festgesetzt. Im Gegenzug sind die Milchbauern verpflichtet, ihre Milch an eine offizielle Milchsammelstelle oder Käserei abzuliefern. Um den Absatz der Milchprodukte kümmern sich die Butyra und die Käseunion. Erstere Organisation besitzt auch das Einfuhrmonopol und reguliert so den Butterpreis. Bereits damals braucht es einen Preisstützungsfonds, der die im Vergleich zum Schweizer Milchpreis zu tiefen Erträge auf den ausländischen Käsemärkten ausgleicht.

1949
1950 Kaffeerahm Die Butterzentrale Luzern produziert als erste Schweizer Milchverarbeiterin pasteurisierten und homogenisierten Kaffeerahm.
15a-1_1950_Kaffeerahm
1950 Neues Käselager Der ZMV erweitert den Betrieb in Emmen um ein Käselager, das Kapazität für rund 110 Tonnen Emmentaler, Gruyère, Sbrinz und Tilsiter hat.
15b_1950_Emmen-Hasli-K?sekeller
1955 Comella Die Toni Molkerei in Zürich lanciert den noch heute populären Kakaodrink Comella.
15c_1955_Comella
1955 Micao Auch die Milpa Luzern bringt einen Kakaodrink auf den Markt, der sich – mit einer kurzen Pause zwischen 1970 und 1977 - bis heute auf dem Markt halten kann: Micao
1956
Geschichte_1966
Zeit der Hochkonjunktur

Wirtschaftlich erlebt die Schweiz nach 1945 eine noch nie gesehene Hochkonjunktur, die bis in die 1970er Jahre anhält. In dieser Zeit verzehnfachen sich die Schweizer Exporte nahezu. Auch verändert der zunehmende Wohlstand die Konsumgewohnheiten. So werden immer mehr genussfertig zubereitete, pasteurisierte, sterilisierte, tiefgefrorene und vorverpackte Lebensmittel nachgefragt. Nahrungsmittelunternehmen sind gezwungen, in Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinen zu investieren und demzufolge in grösseren Einheiten zu produzieren.