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Siegerprojekt und Publikumsliebling – Schweiz: Gemeinsam gegen Food Waste

In unseren Schweizer Betrieben fallen jährlich gut 13 000 Tonnen Food Waste an. Ein gewichtiger Teil sind Produkte, die für den menschlichen Verzehr geeignet wären. Doch meist fehlen die Abnehmer. Mit einer Online-Plattform für überschüssige Produkte wurde ein zusätzlicher Absatzkanal geschaffen. Die Bilanz nach den ersten sechs Monaten war überzeugend: 90 % der Waren konnten intern platziert anstatt entsorgt werden.

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Studien besagen, dass in Industrieländern 30 % des Food Waste in der Verarbeitung entstehen. Wir sind überzeugt, dass dies auf unsere Schweizer Produktionsbetriebe nicht zutrifft. Und doch haben wir eine beträchtliche mengenmässige Differenz zwischen Input – also der Milch – und Output – den Produkten, die wir verkaufen – entdeckt: rund 13 500 Tonnen pro Jahr.

Lebensmittel landen nicht im Abfall

Ein erster Blick auf unsere Abfallstatistiken zeigte, dass wir Food Waste bei uns selten in der Mülltonne suchen müssen. Gerade einmal 2 % des in unseren Schweizer Betrieben entstehenden Food Waste wandert in den Kehricht. Den mit 60 % deutlich grössten Anteil machen unverkäufliche Produkte aus, die als Tierfutter verwertet werden.

Aufwand muss vertretbar sein

So oder so sind Lebensmittel in jeder Hinsicht zu wertvoll, um nicht gegessen zu werden. Das dachte sich auch ein standortübergreifendes/bereichsübergreifendes Projektteam, das gezielt für überschüssige Produkte eine Lösung suchte. Bis anhin war es für einzelne Produktionsstandorte schwierig, innert nützlicher Frist und mit vertretbarem Aufwand für grössere Restmengen eines Artikels einen Abnehmer zu finden. Doch mit einer pragmatischen, einfach bedienbaren Online-Plattform konnte das Projektteam einen Marktplatz für überschüssige Produkte aufbauen, der schon nach kurzer Zeit rege genutzt wurde. Diese Produkte können heute von jedem Standort bestellt und dann entweder in den dortigen Fabrikläden vergünstigt verkauft oder kostenlos an die Mitarbeitenden abgegeben werden.

Durch die Vernetzung vieler verschiedener Abteilungen ist ein rascher und unkomplizierter Transport und eine bessere Verteilung möglich. Dass die Idee funktioniert, zeigt die erfreuliche Bilanz nach den ersten Monaten: über 11 000 Produkte – 90 % der im Marktplatz eingestellten Menge – konnten vermittelt werden.
 

Nachhaltigkeitsgedanke als Treiber

Dieses Anti-Food-Waste-Projekt errang sowohl die Gunst der Jury als auch der Mitarbeitenden, die durch Online-Voting ihre Stimme abgeben konnten. Die Jury möchte hier ein Projekt belohnen, das in erster Linie aus Nachhaltigkeitsüberlegungen umgesetzt wurde. Der wirtschaftliche Nutzen stand hier nicht im Zentrum. Unter diesen Voraussetzungen und in Anbetracht der knappen personellen Ressourcen ist die gute Vernetzung, die standort- und bereichsübergreifend erreicht wurde, umso höher zu gewichten.
 

Nachhaltigkeitswettbewerb: Der Beitrag unserer Mitarbeitenden

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2018: Wir denken mit und packen an – gemeinsam

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