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Luzern, 29. Januar 2020

Gute Umsatzentwicklung; organisches Wachstum in allen Divisionen

Emmi erwirtschaftete 2019 einen Nettoumsatz von CHF 3'494.0 Millionen. Dies entspricht einem Plus von 1.1 % (Vorjahr: CHF 3'457.4 Mio.). Die organische Umsatzentwicklung liegt mit 2.2 % im oberen Drittel der eigenen Erwartungen von 1.5 % bis 2.5 %. Erfreulich ist, dass alle vier Divisionen organisch wachsen konnten, wobei insbesondere die Schweiz und die Division Europa im zweiten Halbjahr zulegen konnten. Ein Erfolgsfaktor war Emmi Caffè Latte. An den im Februar 2019 kommunizierten Ertragszielen hält Emmi weiterhin fest. Die Ergebnisse werden am 2. März 2020 kommuniziert.

Die wichtigsten Umsatzkennzahlen

Umsatzpublikation_2019_Uebersicht_Divisionen

*Die Akquisitionseffekte sind auf die folgenden Faktoren zurückzuführen:

Positive Faktoren:
- Akquisition einer Blauschimmelkäse-Produktionsstätte (USA, 28. Februar 2019)
- Akquisition der Leeb Biomilch GmbH und Hale GmbH (Österreich, 8. Oktober 2019)
- Akquisition der Laticínios Porto Alegre Indústria e Comércio S.A. (Brasilien, 24. Oktober 2019)
- Akquisition der Pasticceria Quadrifoglio S.r.l. (Italien, 31. Oktober 2019)

Negative Faktoren (Devestitionen):
- Verkauf der Emmi Frisch-Service AG (Schweiz, 3. April 2019)
- Verkauf eines Teils des Handelswarengeschäfts (Schweiz, 1. Januar 2018)

Zusammenfassung

2019 erwirtschaftete Emmi einen Nettoumsatz von CHF 3'494.0 Millionen. Das Wachstum von 1.1 % gegenüber dem Vorjahr (CHF 3'457.4 Mio.) setzt sich zusammen aus einem organischen Wachstum von 2.2 %, einem positiven Akquisitionseffekt von 0.4 % und einem negativen Wechselkurseffekt von -1.5 %. Das erfreuliche und über alle Divisionen breit abgestützte organische Wachstum von 2.2 % liegt im oberen Drittel der im Rahmen der Präsentation der Halbjahresergebnisse von 2.0 % bis 3.0 % auf 1.5 % bis 2.5 % angepassten Bandbreite. Im zweiten Halbjahr ist der Umsatz somit organisch wesentlich stärker gewachsen als noch im ersten Halbjahr, insbesondere in den Divisionen Schweiz und Europa. Wachstumstreiber waren die strategischen Nischenmärkte wie italienische Dessertspezialitäten und Ziegenmilchprodukte, Emmi Caffè Latte und die Wachstumsmärkte Lateinamerika und Nordafrika.

Das vergangene Jahr war ebenfalls geprägt von einer intensiven Arbeit am Beteiligungs- und Produkteportfolio im Sinne der langjährigen Unternehmensstrategie. So wurde Emmis Position in Wachstumsmärkten ausserhalb Europas weiter gestärkt und Investitionen in Nischen getätigt. Dazu Urs Riedener, CEO von Emmi: „Wir waren 2019 akquisitorisch sehr aktiv und haben uns damit für die kommenden Jahre wichtige Entwicklungspotenziale erschlossen. So können wir unser Geschäft in Wachstumsmärkten stärken, Markenprodukte forcieren und unsere starken Positionen bei italienischen Desserts und Ziegenmilchprodukten weiter ausbauen.“

In der Schweiz resultierte mit 1.0 % ein über den Erwartungen (0 % bis 0.5 %) liegendes organisches Wachstum, was unter anderem auf die positive Entwicklung von Emmi Caffè Latte und die Milchpreiserhöhung per 1. Oktober 2019 zurückzuführen ist. Das organische Wachstum der Division Americas lag mit 4.1 % hingegen am unteren Ende der angestrebten Bandbreite (4 % bis 6 %). Positiv entwickelte sich in dieser Division insbesondere das Geschäft mit Kuh- und Ziegenmilchkäse, Emmi Caffè Latte in Spanien sowie der Markt Mexiko. Eine Herausforderung sind die anhaltenden Unruhen in Chile und das tiefe Milchaufkommen in Tunesien. Die Division Europa verzeichnete ein organisches Wachstum von 1.6 %, was über der im Rahmen der Halbjahresergebnisse nach unten angepassten Bandbreite von -1 % bis 1 % liegt. In Europa resultierten in den strategisch relevanten Nischenmärkten wie italienische Dessertspezialitäten und Ziegenmilchprodukte erfreuliche Zuwächse. Während Emmi Caffè Latte auch in Europa stark wuchs, belasteten rückläufige Mengen und tiefere Preise bei der Gläsernen Molkerei in Deutschland das Divisionswachstum von Europa.

An den im Februar 2019 kommunizierten Ertragszielen hält Emmi weiterhin fest (EBIT von CHF 215 Mio. bis 220 Mio. und Reingewinnmarge von 4.7 % bis 5.2 %).

Division Schweiz: organisches Wachstum über den Erwartungen

In der Division Schweiz resultierte 2019 ein Umsatz von CHF 1’675.0 Millionen (Vorjahr: CHF 1’713.2 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang um 2.2 %. Bereinigt um Devestitionseffekte (Verkauf der Emmi Frisch-Service AG an Transgourmet sowie Verkauf eines Teils des Handelswarengeschäfts an Coop) darf jedoch ein organisches Umsatzwachstum von 1.0 % vermerkt werden, was deutlich über dem von Emmi prognostizierten Wachstum von 0 % bis 0.5 % liegt.

Das hohe organische Wachstum bei den Molkereiprodukten (Milch, Rahm, Butter) ist einerseits auf die allgemein höheren Milchpreise seit 1. Oktober 2019 zurückzuführen. Andererseits konnten aber trotz weiterhin markantem Preisdruck die Absatzmengen von Milch und Rahm gesteigert werden. Ebenfalls ein organisches Wachstum resultierte im Segment Frischkäse, wo proteinangereicherte Quarks sowie die Lancierung der Marke «Toni's» (Streichkäse und Mozzarella) wesentlich zum Wachstum beigetragen haben.

Die anderen beiden grossen Produktgruppen, Käse und Frischprodukte, zeigten einen leichten organischen Umsatzrückgang. Beim Käse entwickelten sich Markenkonzepte wie der Luzerner Rahmkäse, Scharfer Maxx oder Le Petit Chevrier zwar positiv, allerdings wirkten sich deutlich gestiegene Käseimporte und der damit zusammenhängende Preisdruck negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Im Segment Frischprodukte zeigten Emmi Caffè Latte und Emmi Energy Milk eine positive Entwicklung, während die Umsatzentwicklung in den Bereichen Jogurt und Glace nicht zu befriedigen vermochten.

Der Anteil der Division Schweiz am Konzernumsatz betrug 47.9 % (Vorjahr 49.6 %).

 

Umsatzpublikation_2019_Division_Schweiz

Division Americas: Herausforderungen in Entwicklungsmärkten drosseln Wachstum

Die Division Americas umfasst die Märkte USA, Kanada, Mexiko, Chile, Tunesien, Spanien (ohne Lácteos Caprinos), Frankreich und seit Oktober 2019 auch Brasilien.

Der 2019 in der Division Americas erwirtschaftete Umsatz betrug CHF 1’114.7 Millionen (Vorjahr 1'044.3 Mio.), was einem Zuwachs von 6.7 % entspricht. Organisch, das heisst bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, belief sich das Wachstum auf 4.1 %. Dieser Wert liegt am unteren Ende der prognostizierten 4 % bis 6 % Wachstum, was unter anderem auf die Milchknappheit in Tunesien, die sozialen Unruhen in Chile und tieferen Umsätze in Spanien zurückzuführen ist. Wachstumstreiber in dieser Division waren Mexiko, die USA und trotzdem auch Chile und Tunesien, wenn auch im geringeren Ausmass als in vergangenen Jahren respektive als ursprünglich angenommen.

Der Akquisitionseffekt in der Umsatzentwicklung der Division Americas ist auf den Kauf einer Blauschimmelkäse-Produktionsstätte in den USA und die konsolidierungswirksame Beteiligungserhöhung an Laticínios Porto Alegre in Brasilien zurückzuführen.

Im grössten Segment Käse beeinflussten lokal hergestellte Kuhmilchkäse in den USA und Chile sowie das Ziegenkäsegeschäft (Cypress Grove) das Wachstum positiv. In den Produktgruppen Molkerei- und Frischprodukte hemmten die sozialen Unruhen in Chile und die in Tunesien herrschende Milchknappheit das Wachstum leicht. Dennoch zählen diese Länder weiterhin zu den Wachstumstreibern in diesen Produktgruppen. Der Umsatz mit Molkereiprodukten litt zudem unter der schwierigen Marktsituation in Spanien, wo das für Kaiku wichtige Segment der laktosefreien Milchprodukte stark unter Druck ist. Positive Beiträge leistete das Dessertgeschäft in Tunesien (lokal hergestellte Desserts) und Frankreich (italienische Dessertspezialitäten) sowie Emmi Caffè Latte mit einem starken Wachstum in Spanien. Das hohe organische Wachstum beim Frischkäse erklärt sich mit einer starken Leistung in Mexiko (importierter Frischkäse) und der neuen Frischkäseprodukten in den USA (Redwood Hill). Im Bereich übrige Produkte/Dienstleistungen ist das Wachstum auf Mexiko und Chile zurückzuführen.

Der Anteil der Division Americas am Konzernumsatz betrug 31.9 % (Vorjahr 30.2 %).

Umsatzpublikation_2019_Division_Americas

Division Europa: Strategische Nischen und starke Marken als treibende Kräfte

Die Division Europa umfasst die Märkte Italien, Deutschland, Österreich, Belgien, Niederlande, Grossbritannien und Lácteos Caprinos in Spanien.

Die Division Europa erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von CHF 592.8 Millionen (Vorjahr: CHF 593.3 Mio.), was einem Rückgang von 0.1 % entspricht. Organisch, das heisst bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, resultierte jedoch ein erfreuliches Wachstum von 1.6 %. Damit wurden die im Zusammenhang mit dem Halbjahresabschluss nach unten angepassten Erwartungen (-1 % bis 1 %) übertroffen. Insbesondere in den strategisch relevanten Nischenmärkten wie italienische Dessertspezialitäten und Ziegenmilchprodukte und mit den strategischen Marken wie Emmi Caffè Latte verzeichnete die Division Europa erfreuliche Zuwächse. Hingegen hemmten tiefe Umsätze bei der Biomilchverarbeiterin Gläserne Molkerei in Deutschland das Wachstum deutlich.

Die Akquisitionseffekte sind auf die Akquisitionen der Leeb Biomilch GmbH und Hale GmbH in Österreich sowie der Pasticceria Quadrifoglio S.r.l. in Italien zurückzuführen. Zudem führte die Verschiebung des Distributionskanals für einen Kunden von der Division Global Trade zur Division Europa zu einem positiven Akquisitionseffekt im Bereich Käse der Division Europa (gegenläufiger Effekt im gleichen Umfang bei der Division Global Trade).

In dem in dieser Division gewichtigsten Segment Frischprodukte waren die strategisch wichtigen italienischen Dessertspezialitäten und Emmi Caffè Latte die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Letzterer legte in allen europäischen Märkten zu, am stärksten in Grossbritannien. Der Bereich Käse entwickelte sich organisch insgesamt negativ, was primär auf tiefere Umsätze mit Sortenkäse (vor allem Emmentaler) zurückzuführen ist. Eine positive Entwicklung zeigten hingegen die Spezialitätenkäse und dabei insbesondere die höhlengereiften KALTBACH-Käse in Deutschland. Das deutliche Wachstum beim Frischkäse erklärt sich mit der erfreulichen Umsatzentwicklung mit Ziegenfrischkäse in den Niederlanden. Der Hauptgrund für den signifikanten Umsatzrückgang bei den Molkereiprodukten ist die Gläserne Molkerei in Deutschland, wo die tieferen verarbeiteten Milchmengen in Kombination mit dem tiefen Preisniveau für Bio-Milchprodukte zu einem spürbaren Umsatzrückgang führten. Im Segment Pulver/Konzentrate verzeichnete das Handelsunternehmen AVH dairy in den Niederlanden ein hohes Wachstum mit dem Verkauf von Ziegenmilchpulver.

Der Anteil der Division Europa am Konzernumsatz betrug 17.0 % (Vorjahr 17.1 %).

Umsatzpublikation_2019_Division_Europa

Division Global Trade

Die Division Global Trade beinhaltet primär Direktverkäufe aus der Schweiz an Kunden in Ländern, in denen Emmi keine eigenen Gesellschaften hat. Dazu gehören die asiatischen und osteuropäischen Märkte, die meisten südamerikanischen Länder und die Arabische Halbinsel.

Der Umsatz der Division Global Trade belief sich auf CHF 111.5 Millionen (Vorjahr: CHF 106.6 Mio.), was einer Umsatzzunahme um 4.6 %, respektive organisch 5.8 % entspricht.

Wie erwähnt ist der Devestitionseffekt im Bereich Käse auf die Verschiebung des Distributionskanals für einen Kunden von der Division Global Trade zur Division Europa zurückzuführen.

Das Umsatzwachstum der Division Global Trade erklärt sich in erster Linie mit den stark angestiegenen Milchpulverexporten (Pulver/Konzentrate). Die beiden bedeutenden Produktgruppen Frischprodukte und Käse wiesen insgesamt weitgehend stabile Umsätze auf. Während die Umsätze in China, Finnland und auch in Spanien** leicht anzogen, mussten insbesondere in Brasilien** (Fondue) Umsatzverluste verzeichnet werden.

Der Anteil der Division Global Trade am Konzernumsatz betrug 3.2 % (Vorjahr: 3.1 %).

Umsatzpublikation_2019_Global_Trade
**nicht über die lokalen Tochtergesellschaften vertriebene Exportprodukte aus der Schweiz

Ausblick

Emmi hält an den im Februar kommunizierten und im Rahmen der Halbjahresergebnisse bestätigten Gewinnprognose für das Jahr 2019 fest.

Den Ausblick für die Umsatz- und Gewinnentwicklung im Jahr 2020 gibt Emmi anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen zum Geschäftsjahr 2019 bekannt. Die Analysten- und Medienkonferenzen finden am Montag, 2. März 2020 in Luzern statt.

Kontakte

Analysten:

Ricarda Demarmels, Group CFO | T +41 58 227 37 98 | ricarda.demarmels@emmi.com 

Medien:

Sibylle Umiker, Corporate Communications, Mediensprecherin | T +41 58 227 50 66 | media@emmi.com

 

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Über Emmi

Emmi ist eine bedeutende Milchverarbeiterin der Schweiz. Ihre Wurzeln reichen bis 1907 zurück, als sie von 62 milchbäuerlichen Genossenschaften rund um Luzern gegründet wurde. In den letzten 20 Jahren hat sich Emmi zu einer internationalen, börsenkotierten Unternehmensgruppe entwickelt. Dabei folgt Emmi einer langjährigen, erfolgreichen Strategie, die auf drei Pfeilern basiert: die Stärkung des Heimmarktes Schweiz, Wachstum im Ausland und Kostenmanagement. Ein wichtiges Credo, das Emmi durch die gesamte Unternehmensgeschichte begleitet, ist ein starkes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch, Tier und Umwelt.  


In der Schweiz stellt Emmi ein komplettes Sortiment an Milchprodukten für eigene Marken und Eigenmarken von Kunden her, darunter Exportschlager wie Emmi Caffè Latte und Kaltbach. Hinzu kommen je nach Land lokal hergestellte Produkte – meist im Spezialitätenbereich. Neben Kuhmilch wird auch Ziegen- und Schafmilch verarbeitet. 


Zur Emmi Gruppe zählen in der Schweiz 25 Produktionsbetriebe. Im Ausland ist das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern präsent; in sieben davon mit Produktionsstätten. Aus der Schweiz heraus exportiert Emmi Produkte in rund 60 Länder. Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten bilden – neben dem Heimmarkt Schweiz – Westeuropa sowie der amerikanische Kontinent. Der Umsatz von 3.5 Milliarden Schweizer Franken - über 10 % davon mit Bio-Produkten - verteilt sich hälftig auf die Schweiz und das Ausland. Während mittlerweile knapp zwei Drittel der über 8'000 Mitarbeitenden an den Standorten ausserhalb der Schweiz beschäftigt sind. 

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