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Mittelland Molkerei auf dem Weg zur CO2-Neutralität

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unseren globalen CO2-Ausstoss zwischen 2014 und 2027 um 60 % – von 140’000 auf 56’000 Tonnen – zu reduzieren. Mit der Anbindung unserer Mittelland Molkerei in Suhr an das lokale Fernwärmenetz kommen wir diesem Ziel einen grossen Schritt näher. Der jährliche CO2-Ausstoss dieses auf die Herstellung von Milch, Rahm und Butter spezialisierten Betriebs reduziert sich dank der mehrheitlichen Abkehr von Erdgas ab 2021 um 80 % respektive rund 5’000 Tonnen.

2014 beliefen sich unsere globalen CO2-Emissionen auf 140’000 Tonnen. Um bis 2027 eine Reduktion um 60 % respektive 84’000 Tonnen zu erreichen, setzen wir bei Emmi einerseits auf die Steigerung der Energieeffizienz in unseren Produktionsbetrieben, andererseits werden vermehrt erneuerbare Energieträger eingesetzt.

Schweizer Betriebe bereits stark optimiert

All unsere grossen Produktionsbetriebe in der Schweiz wurden in den letzten Jahren einer professionellen Energieanalyse unterzogen. So konnte die Mittelland Molkerei in Suhr ihren Energieverbrauch in den letzten 5 Jahren um 5 Prozent reduzieren. Vom verbleibenden Energiebedarf möchten wir zukünftig möglichst viel durch erneuerbare Energieträger abdecken.

Solche setzen wir schon in verschiedenen Produktionsbetrieben ein. Wir haben schon verschiedenenorts in die Nutzung von Sonnenenergie, Holz und Fernwärme investiert.

“Die KVA-Abwärme reduziert den jährlichen CO2-Ausstoss der Mittelland Molkerei in Suhr um 5’000 Tonnen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung von Emmis Nachhaltigkeitszielen.”

Bernhard BrönnimannBetriebsleiter Mittelland Molkerei, Suhr

Auf lokale Partner setzen

Auch für die Mittelland Molkerei in Suhr wurden verschiedene Optionen geprüft. Gewählt wurde eine Partnerschaft mit dem lokalen Fernwärmenetz – der Fernwärme Wynefeld AG (FEWAG) der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Buchs.

Seit 1982 wird in Buchs aus der Abfallverwertung Dampf generiert und in ein bis dato sechs Kilometer langes Fernwärmenetz eingespeist, an das neun Unternehmen angeschlossen sind.

Bis zu unserem Betrieb in Suhr musste die Dampfleitung um gut zwei Kilometer verlängert werden.  Da die neue Leitung quer unter der Ortschaft Suhr verläuft, können inskünftig auch Wohnquartiere in diesem Bereich mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt werden.

Nutzungsgrad der Abwärme wird erhöht

Mit dem erweiterten Versorgungsnetz steigert die FEWAG ihren Wärmeabsatz von 65 auf 95 Gigawattstunden, was dem Energieverbrauch einer kleineren Schweizer Stadt entspricht. Dabei handelt es sich ausschliesslich um Wärmeenergie, die schon heute bei der Kehrichtverwertung entsteht. Dank des erweiterten Fernwärmenetzes kann diese Abwärme zukünftig in grösserem Umfang genutzt werden.

Gewichtige Massnahme

Mit der Wärme aus dem FEWAG-Netzwerk kann die Mittelland Molkerei 80 % der bisher mit Erdgas erzeugten Energie decken. Die restlichen 20 % der Energie werden weiterhin aus Erdgas gewonnen und zwar im Winter, wenn die gesamte Fernwärme zeitweise zum Heizen benötigt wird.

Die damit verbundene CO2-Reduktion beläuft sich auf jährlich 5’000 Tonnen. Dies entspricht 12.5 % der 2017 von all unseren 25 Schweizer Betrieben verursachten CO2-Emissionen. Diese Massnahme ist ein wichtiger Baustein, um unser Reduktionsziel von -60 % bis 2027 zu erreichen.

Die neben der Umstellung auf Fernwärme in Suhr gewichtigste Massnahme waren der Wechsel auf Strom aus Wasserkraft, 2017 für alle Emmi-Betriebe in der Schweiz (-14’500 Tonnen), 2018 für alle Betriebe in Europa (-17’500 Tonnen)  und seit 2021 auch für alle Werke in Nord- und Südamerika (-15’000 Tonnen).

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