Geschichte_2000er-Jahre_Käsefreihandel

Käsefreihandel zwischen der Schweiz und der EU

Im Zuge der Bilateralen Verträge mit der Europäischen Union (EU) soll durch die Agrarpolitik 2002 die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Agrarsektors verbessert werden. Das Abkommen zwischen der Schweiz und der EU über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen tritt 2002 in Kraft. Die grössten Änderungen ergeben sich dabei für den Handel mit Käse. Zwischen 2002 und 2007 bauen beide Parteien schrittweise Zölle ab, ab Juni 2007 ist der Warenverkehr von Käse zwischen der Schweiz und der EU zollfrei. Jeglicher Grenzschutz für das wichtigste Schweizer Milchprodukt ist seither gegenüber der EU aufgehoben. Die Inlandbeihilfen für den Verkauf von Käse im Schweizer Markt werden 2002 ein letztes Mal ausbezahlt. Die Ausfuhrbeihilfen für Käseexporte ausserhalb der EU haben noch bis 2008 Bestand, allerdings auf laufend tieferem Niveau. Dies führt für die gesamte Schweizer Milchbranche zu erheblich anspruchsvolleren Bedingungen.

2007
2007 Beteiligung Ambrosi Emmi beteiligt sich mit 25 % am italienischen Käsespezialisten Ambrosi. Die beiden Unternehmen möchten den Kunden ausserhalb ihrer Heimmärkte gemeinsam ein umfassendes Sortiment an traditionellen Käsespezialitäten aus der Schweiz und Italien anbieten. In einem ersten Schritt werden die jeweiligen Tochtergesellschaften in Frankreich zu Emmi Ambrosi France zusammengeschlossen.
2007 Haerten & Interimex Der langjährige Kunde Haerten & Interimex wird Teil von Emmi und übernimmt die Verantwortung für den Vertrieb in Belgien und Luxemburg.
2007 Walter Schmitt AG Im Rahmen der Nachfolgeplanung kommt der Appenzeller®-Spezialist Walter Schmitt AG zu Emmi.
2008 Urs Riedener CEO Urs Riedener übernimmt den CEO-Posten von Walter Huber.
2009
Geschichte_2000er-Jahre_Aufhebung-Milchkontingentierung-Butterberg
Abschaffung der Milchkontingentierung in der Schweiz

Seit der Jahrtausendwende machten sich die Schweizer Politiker Gedanken über den Ausstieg aus der Milchkontingentierung. Anlass war die damalige Absicht der Europäischen Union (EU), ihr Kontingentssystem im Jahr 2003 zu überprüfen und bis spätestens 2008 abzuschaffen. 2003 wird der Ausstieg auf Anfang 2009 beschlossen. Mit dem Ausstieg aus der Milchkontingentierung steigt die Milchmenge bis 2014 an. Mit dem sinkenden Milchpreis stabilisiert sich danach die Milchmenge auf einem leicht tieferen Niveau. Stetig abnehmend ist die Anzahl an Milchbauern. In der EU wird die Milchquote übrigens erst per 1. April 2015 abgeschafft.