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Luzern, 12. November 2020

Emmi bekennt sich zum Standort Schweiz

Emmi stärkt ihre Präsenz in der Schweiz und investiert 50 Millionen Franken in ihren Traditionsstandort in Emmen. Ein neuer Gebäudetrakt ersetzt das über 40 Jahre alte Käsereigebäude, bietet Raum für eine hochprofessionelle und ressourcenschonende Käseherstellung und schafft den langfristigen Wachstumsplänen entsprechende Zusatzkapazitäten. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Mitte November 2020 vorgesehen und die Inbetriebnahme auf Ende 2022 geplant.

1927 kaufte die Vorläuferorganisation der heutigen Genossenschaft Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) und heutige Mehrheitsaktionärin von Emmi die Sbrinz-Käserei Neuhüsern in der Luzerner Vorortsgemeinde Emmen. Diese wurde 1945 in einen Versuchsbetrieb für Weich- und Halbweichkäse umgebaut und zwei Jahre später wurden dort die ersten Produkte unter der Marke Emmi lanciert. 

"Emmen und die Zentralschweiz sind die Wiege von Emmi und Schweizer Käse ist eines der zentralen Standbeine unserer Wachstumsstrategie. Eine moderne, ressourcenschonende Grosskäserei mit kurzen Transportwegen zu unseren Milchlieferanten ergänzt unsere Spezialitätenkäse aus gewerblichen Käsereien optimal", erläutert Marc Heim, stellvertretender CEO von Emmi und zuständig für das Schweizer Geschäft, den Investitionsentscheid. 

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Neubau sinnvoller als Renovation

Am bestehenden Käsereigebäude in Emmen hatte sich in den letzten Jahren grosser Investitionsbedarf abgezeichnet. Einerseits hätte das 1976 erstellten Gebäude umfassend saniert werden müssen. Andererseits hat die Käsereianlage das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Auch hätte deren Kapazität das Wachstum voraussichtlich ab 2023 nicht mehr bewältigen können.

In den letzten zehn Jahren konnte die zu Käse verarbeitete Milch am Standort Emmen verdoppelt werden und auch für die kommenden Jahre wird mit einer steigenden Nachfrage, insbesondere nach dem beliebten Luzerner Rahmkäse aus Emmen gerechnet. So erfreut sich der in den frühen 1970er-Jahren lancierte noch immer steigender Beliebtheit, insbesondere auf dem Familientisch.  

In einer Gegenüberstellung zeigte sich deutlich, dass sich die Investitionen von insgesamt rund 50 Millionen Franken in einen Neubau lohnen, da es zahlreiche Vorteile gibt:  

  • Ein neu erstelltes Gebäude mit neuen Anlagen ermöglicht einen optimalen Ablauf von Produktion, Lagerung und Distribution. 
  • Die neue Käserei kann die langfristigen Wachstumspläne von Emmi unterstützen. 
  • Die Käseherstellung wird ressourcenschonender (v.a. geringerer Wasser- und Energieverbrauch). 
  • Die Qualität der Arbeitsplätze kann deutlich verbessert werden (v.a. hinsichtlich Ergonomie und Lichtverhältnisse). 
  • Ein neues Produktionsgebäude kann nach den aktuellen Qualitäts- und Sicherheitsmanagementstandards erstellt werden und ermöglicht effizientere Abläufe. 
  • Die bestehende Käserei kann während den Bauarbeiten weiter betrieben werden. 
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Kompakter Zeitplan

Emmi hat die Bewilligung für ihr Bauvorhaben Anfang November erhalten, nachdem der geforderte Umweltverträglichkeitsbericht für den gesamten Standort die entsprechende Kommission der Gemeinde Emmen überzeugen konnte. Nun steht einer zügigen Umsetzung mit Baubeginn Mitte November 2020 nichts mehr im Weg. Die Arbeiten am Gebäude werden voraussichtlich bis Ende 2021 dauern. Die Inbetriebnahme startet Ende 2022 im Parallelbetrieb.

Kontakt

Emmi Konzernkommunikation | Sibylle Umiker, Mediensprecherin | 058 227 50 66 | media@emmi.com 

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Über Emmi

Emmi ist eine bedeutende Milchverarbeiterin der Schweiz. Ihre Wurzeln reichen bis 1907 zurück, als sie von 62 milchbäuerlichen Genossenschaften rund um Luzern gegründet wurde. In den letzten 20 Jahren hat sich Emmi zu einer internationalen, börsenkotierten Unternehmensgruppe entwickelt. Dabei folgt Emmi einer langjährigen, erfolgreichen Strategie, die auf drei Pfeilern basiert: die Stärkung des Heimmarktes Schweiz, Wachstum im Ausland und Kostenmanagement. Ein wichtiges Credo, das Emmi durch die gesamte Unternehmensgeschichte begleitet, ist ein starkes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch, Tier und Umwelt.

In der Schweiz stellt Emmi ein komplettes Sortiment an Milchprodukten für eigene Marken und Eigenmarken von Kunden her, darunter Exportschlager wie Emmi Caffè Latte und Kaltbach. Hinzu kommen je nach Land lokal hergestellte Produkte – meist im Spezialitätenbereich. Neben Kuhmilch wird auch Ziegen- und Schafmilch verarbeitet.

Zur Emmi Gruppe zählen in der Schweiz 25 Produktionsbetriebe. Im Ausland ist das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern präsent; in acht davon mit Produktionsstätten. Aus der Schweiz heraus exportiert Emmi Produkte in rund 60 Länder. Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten bilden – neben dem Heimmarkt Schweiz – Westeuropa sowie der amerikanische Kontinent. Der Umsatz von 3.5 Milliarden Schweizer Franken - über 10 % davon mit Bio-Produkten - verteilt sich hälftig auf die Schweiz und das Ausland. Knapp zwei Drittel der über 8'000 Mitarbeitenden sind an den Standorten ausserhalb der Schweiz beschäftigt.