Verpackungen im Fokus

Die Verpackungen bilden eine von vier strategischen Stossrichtungen, die Emmi für sich im Bereich Nachhaltigkeit definiert hat. Dies fordert die Verpackungsentwickler von Emmi. Es gilt, die wichtigsten Trends zu kennen und sich über ihre Anwendbarkeit eine Meinung zu bilden. Denn umweltbewusste Konsumenten achten bei der Auswahl ihrer Produkte nicht zuletzt auf die Verpackung.

Bei unseren Verpackungen streben wir eine Schliessung der Stoffkreisläufe beziehungsweise einen möglichst hohen Anteil an rezykliertem und rezyklierbarem Material an. Dieses Ziel öffnet ein breites Feld an Möglichkeiten: von FSC-zertifizierten Kartons über Verpackungen aus Pflanzen wie Cellulose bis hin zu komplett neu modifizierten Kunststoffen. Der Innovationstakt in diesem Bereich ist hoch.

Wie misst man Nachhaltigkeit?

Bevor die Verpackungsentwickler entscheiden, ob sich eine neue Verpackung für unsere Produkte eignet, braucht es eine Analyse. Dabei stellt sich die Frage, ob man Nachhaltigkeit überhaupt messen kann. Ökobilanzen sind hierfür stark verbreitet, doch: Dafür gibt es nicht nur eine anerkannte Methode. So kommt es nicht selten vor, dass solche Ökobilanzen missbräuchlich verwendet oder falsch interpretiert werden und deshalb regelmässig in der Kritik stehen. Deshalb verzichten wir vorläufig auf die Publikation von Ökobilanzen zu den Produkten. Die Verpackungsentwickler legen Wert auf eine möglichst ganzheitliche Betrachtung. Das heisst, dass neben Umweltauswirkungen auch die menschliche Gesundheit, ethische Aspekte, der Landverbrauch oder die Erschöpfung nicht erneuerbarer Ressourcen einbezogen werden. Diese Betrachtungsweise hat beispielsweise zum Entscheid geführt, bis auf Weiteres keine Materialien einzusetzen, die auch als Nahrungsmittel eingesetzt werden könnten (etwa Becher aus Mais).

Abspecken erwünscht

Neue Verpackungen kommen bei Emmi nicht nur bei neuen Produkten zum Einsatz. Auch bestehende Verpackungen werden laufend überprüft. Grosses Potenzial entdecken die Entwickler im Bereich der eingesetzten Verpackungsmengen. Trotz laufender Verbesserungen landen Lebensmittelverpackungen nach Gebrauch meistens noch immer im Müll. Dabei darf man nicht vergessen, dass nur die wenigsten Länder hochmoderne Kehrichtverwertungsanlagen wie die Schweiz kennen, die aus Abfällen emissionsarm Energie gewinnen. Wird bei Verpackungen der Materialeinsatz optimiert, schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Denn der Abfall, der gar nicht erst entsteht, muss auch nicht entsorgt werden.