Fragen & Antworten

Was ist der Unterschied von die Butter (Kochbutter) zur Premiumbutter oder Vorzugsbutter?

 

Alle Vorzugsbutter von Emmi bestehen zu 100% aus frischem Milchrahm. Aus diesem Grund besteht die Bezeichnung PREMIUM.

DIE BUTTER kann dagegen auch zwischenzeitlich tiefgekühlt werden und ist je nachdem eine Mischung aus verschiedenen Rahmsorten.

Enthalten Ziegen- oder Schafmilch auch Laktose?

Ja, Laktose (Milchzucker) ist von Natur aus in jeder Milch von Säugetieren enthalten.

Wie entsteht aus normaler Milch laktosefreie Milch?

Der in der Milch vorkommende Zweifachzucker Laktose wird durch das Enzym Laktase in die Einfachzucker Glukose und Galaktose gespalten. Personen, denen dieses Enzym im Verdauungstrakt fehlt, vertragen die Milch dadurch besser

Bei welcher Temperatur muss eine UHT-Milch gelagert werden?

UHT-Produkte verderben auch bei Zimmertemperatur nicht, da diese Produkte steril sind. Trotzdem empfehlen wir den Konsumenten, auch diese Produkte wenn immer möglich kühl aufzubewahren, da so die geschmackliche Qualität bestmöglich erhalten bleibt.
Einmal geöffnet gelten für alle Emmi Produkte - unabhängig davon, ob sie pasteurisiert oder UHT behandelt sind - folgende Vorgaben:
• im Kühlschrank aufbewahren
• innerhalb von 2 bis 3 Tagen aufbrauchen

Bei welchen Temperaturen muss eine PAST-Milch gelagert werden?

Pasteurisierte Produkte müssen immer im Kühlschrank bei maximal 6°C aufbewahrt werden. Bitte beachten Sie die Temperaturhinweise auf der jeweiligen Verpackung.

Was bedeutet Past?

Die Rohmilch wird während 15 Sekunden auf mindestens 72 °C oder auf Temperatur-Zeit-Relationen mit gleicher Wirkung erhitzt und sofort wieder abgekühlt. Das Erhitzen tötet einen Grossteil der Keime. Gekühlt ist pasteurisierte Milch ungefähr sechs bis zehn Tage haltbar.

Was bedeutet Hochpast?

Die Rohmilch wird auf 85 bis 135 °Celsius erhitzt. Dadurch ist sie länger haltbar als pasteurisierte Milch, jedoch nicht so lange wie UHT-Milch. Zudem muss sie im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Was bedeutet UHT?

Die Rohmilch wird während einiger Sekunden auf 135 bis 155 °Celsius erhitzt. Dadurch werden alle wachstumsfähigen Mikroorganismen und Sporen abgetötet. Ein UHT-Produkt ist deshalb in ungeöffnetem Zustand auch bei Raumtemperatur haltbar.

Wie ist die Fettsäurezusammensetzung in der Bio-Milch?

Studien des anerkannten Labor- und Dienstleistungszentrums MUVA in Kempten (Deutschland) haben gezeigt, dass die Bio-Milch im Vergleich zu konventionell erzeugter Milch etwas höhere Gehalte an Omega-3-Fettsäuren und an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure und Linolensäure aufweist. Diese Unterschiede sind aber weniger auf die biologische Wirtschaftsweise der Fütterung, sondern viel eher auf den Einfluss des gefütterten Grünfutters zurückzuführen. Eine naturnahe, grünlandbasierte Fütterung unter Verzicht auf Silomais sowie ein massvoller Einsatz von Kraftfutter führten in diesen Versuchen zu einem erhöhten Anteil an Omega-3-Fettsäuren in der Bio-Milch im Vergleich zu konventionell produzierter Milch.

Wie ist die Fettsäurezusammensetzung der Milch (Omega-3)?

Die Fettsäurezusammensetzung der Milch ist bei einer fixen Fütterungsart relativ konstant. Trotzdem wird sie in der Praxis durch die Futterration (Zusammensetzung des Futters), respektive durch die Jahreszeit beeinflusst.

Die Anteile der einzelnen Fettsäuregruppen werden auf Grund unzähliger Untersuchungen aus dem Fettgehalt errechnet.

Für Omega-3-Fettsäuren gelten folgende Berechnungsmodelle:

·         Im Sommer (Mai-Oktober) produzierte Milchprodukte:   % Fett x 1.62 x 10 = mg Omega-3-Fettsäuren/100g Milchprodukt

·         Im Winter (November-April) produzierte Milchprodukte: % Fett x 1.15 x 10 = mg Omega-3-Fettsäuren/100g Milchprodukt

Was ist Wiesenmilch?

Im Vergleich zur Bio-Milch werden bei der Wiesenmilch noch strengere ökologische Leistungen verlangt:
• mehr Auslauf für die Kühe als gesetzlich vorgeschrieben
• einen höheren Anteil an Raufutter (Futterform von Gras und Heu)
• Verzicht auf Soja in der Fütterung

Welches sind die Grundlagen für die Produktion von Bio-Milch in Knospenqualität?

Die Grundlagen für die Produktion von gehaltvoller Knospen-Milch bilden Bio-Futter und eine tiergerechte Haltung:
• Hochwertiges biologisches Futter bildet die Basis für eine artgerechte, konsequent biologische und gesunde Tierernährung. Dabei müssen Landwirte ihre Wiederkäuer mit mindestens 90 % Bio-Raufutter (Gras, Heu, Lee und Kräuter) füttern. Nur höchstens 10 % der Tiernahrung darf aus Kraftfutter (Soja und Getreide ) bestehen, wobei auch dieses Futter aus rein biologischem Anbau stammen muss.
• Die Kühe verbringen die meiste Zeit des Jahres im Freien: Frühling bis Herbst an mindestens 26 Tagen pro Monat auf der Weide, in der Winterzeit an mindestens 13 Tagen pro Monat im Auslauf-

Weitere Informationen:

http://www.bio-suisse.ch/de/regelwerkemerkbltter3.php

Verarbeitet Emmi auch Bio-Milch?

International betrachtet erzielt Emmi etwa 10 % ihres Umsatzes mit Bio-Produkten. In der Schweiz sind etwa 12 % der von Emmi verarbeiteten Milch Bio. Das Unternehmen ist damit der grösste Hersteller von Bio-Milchprodukten in der Schweiz. 

Emmi kauft dazu ausschliesslich Bio-Milch in Knospenqualität nach den Vorgaben des Dachverbandes der Bioproduzenten BIO SUISSE ein www.bio-suisse.ch, deren Anforderungen deutlich über die gesetzlichen Biobestimmungen hinausgehen. Es sind dies:
Die wichtigsten Anforderungen von BIO SUISSE sind folgende:
• ganzbetriebliche biologische Betriebsführung mit geschlossenen Nährstoff-Kreisläufen und eingeschränktem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
• strenge Auflagen an Mindestauslauf der Milchkühe
• mindestens 90 % Raufutter (Gras, Heu, Silage, Mais)
• kein vorbeugender Einsatz von Antibiotika

Wie Engagiert sich die Emmi in der Nachhaltigkeit?

Die Nachhaltigkeit ist bei Emmi ein wichtiges strategisches Thema. Das Unternehmen arbeitet gezielt an vier Fokusthemen.
Weitere Informationen zu Nachhaltigkeit bei Emmi: group.emmi.com/de/unser-engagement/nachhaltigkeit/

Geben Kühe mit Hörner bessere Milch als solche ohne Hörner? (Milchqualität von Kühen mit/ohne Hörnern/Enthornung von Nutztieren)

Die Diskussionen über Sinn und Zweck der Enthornung von Kühen verfolgen wir aufmerksam und es ist uns bekannt, dass das Horn der Kuh als ein wichtiges Stoffwechselorgan angesehen wird. Die wissenschaftliche Beweisführung für eine unterschiedliche Qualität der Milch (Allergene, Laktose(un)verträglichkeit etc.) von Kühen mit oder ohne Hörner, wie sie vom Demeter-Verband kommuniziert wird,  ist unserer Meinung nach nicht eindeutig. Die Untersuchungsergebnisse basieren zum Teil auf wissenschaftlich nicht anerkannten Messmethoden oder es wurden zu wenige Proben untersucht. Deshalb werden diese  Versuchsergebnisse von den Spezialisten unterschiedlich interpretiert.

Das Halten behornter Kühe war bis vor noch nicht langer Zeit üblich. Heute ist die Mehrheit der Kühe aber hornlos. Auch die Biolandwirtschaft erlaubt die Enthornung von Biokälbern/-kühen, da das Halten behornter Kühen für den Bauern mit Gefahren verbunden ist und die Laufställe wegen des grösseren Platzbedarfs teurer sind.
Deutsch: www.bioaktuell.ch/de/tierhaltung/rindvieh/behornte-kuehe.html

Das Enthornen von Kälbern ist gesetzlich genau geregelt und darf nur unter Schmerzausschaltung an Kälbern bis zu einem Alter von maximal drei Wochen durch die Tierhalterin oder den Tierhalter mit Sachkundenausweis nach der Absolvierung eines anerkannten Kurses durchgeführt werden. 

Aktuelle Fachinformation des Bundesamtes für Veterinärwesen über die aktuellen Rechtsvorschriften.

Es ist uns bekannt, dass Milch, aber auch Fleisch, von behornten Kühen regional angeboten werden (z.B. „Horn-Milch“ aus Mettmenstetten). Zudem muss Milch von Demeter-Betrieben garantiert von Kühen mit Hörnern stammen www.demeter.ch/de/index.php.

Welche Tierschutzgesetzgebung wird von Emmi eingehalten? (Einhaltung der Tierschutzgesetzgebung/Förderung des RAUS- und BTS-Programms)

Die Emmi Milchproduzenten sind verpflichtet, die strengen Vorgaben der schweizerischen Tierschutzgesetzgebung zu erfüllen. Dabei gilt es festzuhalten, dass der Tierschutz der Schweiz hohe Anforderungen an die Tierhalter stellt.

Weitere Informationen:
Deutsch: http://www.nutztiere.ch/de/rinder
Französisch:  http://www.nutztiere.ch/fr

In der Schweiz wird vom Bund zudem eine besonders tiergerechte Haltung von Nutztieren speziell gefördert. Über das  RAUS- und BTS-Programm (RAUS = Regelmässiger Auslauf im Freien, BTS = besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme) werden besondere Anstrengungen im Bereich Tierhaltung mit zusätzlichen Beiträgen abgegolten. Heute werden bereits 82% der Milchkühe nach RAUS und rund 41% nach BTS gehalten. Beide Programme verzeichnen seit Jahren eine kontinuierliche Zunahme.

Details zu den Programmen finden Sie beim Bundesamt für Landwirtschaft BWL unter folgendem Link:
Deutsch: https://www.blw.admin.ch/blw/de/home.html

Französisch: https://www.blw.admin.ch/blw/fr/home.html

Was heisst ÖLN?

ÖLN heisst: Ökologischer Leistungsnachweis.
Dieser weltweit einzigartige Schweizer Standard strebt eine gesamtheitliche Betrachtung der Ökosysteme und der landwirtschaftlichen Betriebe an und umfasst folgende Punkte:
•   die Haltung der Nutztiere nach der Tierschutzgesetzgebung (DZV Art. 12)
•   eine ausgeglichene Düngerbilanz (DZV Art. 13)
•   einen angemessenen Anteil an Biodiversitätsförderflächen (DZV Art. 14)
•   die vorschriftsgemässe Bewirtschaftung von Objekten in Inventaren von
  nationaler Bedeutung (Art.15)
•   eine geregelte Fruchtfolge (DZV Art. 16)
•   einen geeigneten Bodenschutz (DZV Art. 17)
•   die gezielte Auswahl und Anwendung der Pflanzenschutzmittel (DZV Art. 18)
•   Vorgaben betreffend Saat- und Pflanzgut (DZV Art. 19)
•   Vorgaben betreffend Spezialkulturen (Art. 20)
•   Vorgaben betreffend Pufferstreifen (Art. 21)
Die Ausrichtung von Direktzahlungen setzt voraus, dass der Beitragsbezüger die Anforderungen des ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) auf dem gesamten Betrieb erfüllt bzw. erfüllt hat (Direktzahlungsverordnung; DZV Art. 11).


Weitere Informationen:
- BLW - Ökologischer Leistungsnachweis: https://www.blw.admin.ch/blw/de/home/instrumente/direktzahlungen/oekologischer-leistungsnachweis.html 


- OFAG - Prestations écologiques requises :  https://www.blw.admin.ch/blw/fr/home/instrumente/direktzahlungen/oekologischer-leistungsnachweis.html

Was bedeutet Suisse Garantie?

SUISSE GARANTIE ist eine Garantiemarke, die ausschliesslich für Schweizer Landwirtschaftsprodukte verwendet werden darf. Der Gebrauch der Garantiemarke ist nur jenen Produzenten zugänglich, die die geforderten technischen Anforderungen nachweislich erfüllen. Dieser Nachweis wird im Rahmen einer Produktzertifizierung durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle erbracht.

Branchenreglemente Milch und Milchprodukte.

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