Kühlschrank: Alles hat seinen Platz

Hauptsache kalt – und einfach alles reinstopfen: Das funktioniert nicht. Der Kühlschrank hat verschiedene «Klimazonen», deshalb ist es ratsam, mit System vorzugehen. Auch sonst gibt es beim Kühlen von Lebensmitteln ein paar Dinge zu beachten.

Zeig mir das Innere deines Kühlschranks und ich sage dir, wer du bist. Das hat was. Manche füllen ihn ohne System. Andere halten so streng Ordnung, dass man kaum wagt, etwas anzufassen. Alles luftdicht abgepackt und das Datum mit wasserfestem Filzstift angeschrieben.

Egal, welcher Typ man ist: Es ist durchaus sinnvoll, mal einen genaueren Blick in diesen kleinen Raum zu werfen, wo wir unsere Frischwaren aufbewahren. Laut dem Bundesamt für Umwelt fällt pro Schweizer jährlich rund 300 Kilogramm an Lebensmittelabfällen an. Manches davon stammt aus unseren privaten Kühlschränken. Schade. Wird der Kühlschrank nämlich richtig befüllt, bleiben die Lebensmittel länger haltbar. So kann Food Waste vermieden und Geld gespart werden.

Milchprodukte in die Mitte
Wichtig zu wissen: Stellt man den Kühlschrank auf 5 Grad, heisst das nicht, dass es überall genauso kalt ist. Es gibt verschiedene «Klimazonen» – drei, um genau zu sein. Die untere, mittlere und obere Zone. Weil kalte Luft sinkt, ist es unten am kühlsten. Zwischen dem unteren und oberen Bereich kann der Temperaturunterschied bis 5 Grad betragen. Ein Unterschied, der für die Haltbarkeit eines Lebensmittels einen erheblichen Einfluss haben kann. Unten sollte das gelagert werden, das am meisten Kühlung braucht: Fisch, Fleisch, Wurst. Im mittleren Bereich beträgt die Temperatur rund 5 Grad – ideal für Milchprodukte. Hier gehören also Milch, Jogurt, Käse und Rahm hin. Oben, wo es am wärmsten ist, können Senf, Ketchup, Konfitüren und gekochte Lebensmittel aufbewahrt werden.

Das Gemüsefach ist zwar meist ganz unten, weil es aber geschlossen ist, herrschen hier weniger kühle Temperaturen. Genau richtig für Broccoli, Lauch und Konsorte. Im Türfach steht häufig die angebrochene Milch – ein Fehler, denn da ist es zu wenig kalt für dieses leicht verderbliche Produkt. Besser geeignet sind Süssgetränke und für den oberen Teil Butter und Eier, die auch mit acht, neun Grad gut haltbar bleiben.

Jogurt hält länger als Frischmilch
Übrigens sind Milchprodukte nicht alle gleich lang haltbar. Alle, die eine Fermentierung, beziehungsweise eine Gärung durchgemacht haben – Jogurt, Frischkäse, Quark –, sind besser geschützt gegen Keime, die es überall in der Luft und damit auch im Kühlschrank gibt. «Der PH-Wert wird etwa bei der Herstellung von Jogurt von 6.6 auf 4.5 abgesenkt, das hemmt das Wachstum von schädlichen Bakterien», erklärt Andreas Schnider, Projektleiter Entwicklung Molkereiprodukte bei Emmi. Heikler sind hingegen Frischmilch, Mozzarella und Desserts. «Die sollten nach dem Einkaufen vor allem in der wärmeren Jahreszeit nicht lange ungekühlt bleiben.»

Kalt ist nicht immer gut: Gewisse Lebensmittel haben im Kühlschrank nichts verloren. Etwa Bananen, Mangos, Äpfel oder Birnen. Schade ist auch, Tomaten dort zu lagern. Sie verlieren viel von ihrem Aroma. Das gilt eigentlich auch für Schokolade. Allerdings kann da an heissen Sommertagen auch mal eine Ausnahme gemacht werden. Oder noch besser: auf ein Schokoladenglace umsteigen.

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